Die Photograhen Johanna und Franz Gaudernack
Photos von Franz Gaudernack

Johanna und Franz Gaudernack, vermutlich zur Goldenen
Hochzeit 1972. Foto: Archiv Elbhang-Photo-Galerie
Am 12. Mai 1987 schrieb die Sächsische Zeitung
in einem kleinen Beitrag unter der Überschrift "Ältester
Fotograf feierte seinen 100. Geburtstag": "Das hätte
sich der Porträtfotograf Franz Gaudernack wohl nicht träumen
lassen. Eine ganze Schar von Fotoleuten besuchte ihn, um auch ein
Bild von ihm schwarz auf weiß festzuhalten. Rüstig und
bei bester Laune feierte der Jubilar am Sonntag seinen 100. Geburtstag."
Er konnte an diesem Tag zahlreiche Glückwünsche in seiner
Wohnung auf der Leningrader Straße entgegen nehmen. Es war
eine würdige Ehrung für einen guten Dresdner Photographen.
Geboren wird Franz Gaudernack am Dorfplatz Wachwitz, heute Altwachwitz
10. Er lernt bei James Aurig in Blasewitz den Beruf des Photographen
und geht danach einige Jahre auf Wanderschaft. Photographien vom
Bau der Straßenbahngleise auf der Pillnitzer Landstraße
1903 und vom Empfang König-Friedrich-August III. am Eingang
zum Königlichen Weinberg 1905 sind als frühe Aufnahmen
erhalten. Wohl schon in dieser Zeit arbeitet er in der Pillnitzer
Straße 8 in Loschwitz. Später gibt er auch die König-Albert-Allee
7, die Baracke im Garten des Hauses, als Adresse für sein "Atelier
für moderne Photographie und Handlung photographischer Bedarfsartikel"
an. Er heiratet 1922 Johanna Sonntag.
1945 wird der Laden und das Archiv in Striesen mit
allen Negativen zerstört. Das Paar findet in der Hotelpension
Sonneneck auf dem Weißen Hirsch für eine ganze Zeit Quartier.
Danach können sie am Stresemannplatz (zwischenzeitlich Johannes-R.-Becher-Platz
genannt) eine Wohnung mit Atelier beziehen. Sie arbeiten jetzt vorwiegend
für das Katasteramt der Stadt. 1965 geht Franz Gaudernack in
den Ruhestand. Einige Jahre später bekommen Gaudernacks eine
Wohnung im Haus Leningrader Straße 30. Das Ehepaar Gaudernack
kann 1972 die Goldene und 1982 sogar die Diamantene Hochzeit feiern.
(Den vollständigen Text lesen
Sie im Elbhang-Kurier 10/2003)
(Quellen: "Wachwitz Geschichte eines Fischer- und Weindorfes",
Elbhang-Kurier-Verlag, 2000;
Erinnerungen von Frau Sonntag, Bühlau und Horst Milde, Weißer
Hirsch)
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