Else Seifert Die Architektur-Photographin in Loschwitz
Photos von Seifert

Selbstbildnis Else Seifert, 1926. Foto:
Archiv SLUB, Deutsche Fotothek
Die Ausstellung zum 70. Geburtstag im Institut für Kunstgeschichte
der Technischen Universität 1949 war noch einmal eine große
Würdigung der "Dresdner Altmeisterin der Lichtbildkunst"
(Sächsisches Tageblatt). Der Kunsthistoriker Professor Dr.
Hempel lobte Else Seifert als " hochverehrte Künstlerin,
die unbeirrbar in einem rastlosen Schaffen, in der Arbeit daheim
und auf weiten Reisen, ihr Ziel verfolgte, die Dinge zur Sprache
zu bringen, den Mitmenschen zu helfen, die charakteristische Schönheit
zu erkennen, ihnen die Augen zu öffnen insbesondere auch für
den geheimnisvollen Zauber des Lichts, der erst das Leben aus anscheinend
toten Dingen hervorlockt".
Else Seifert wird am 9. Dezember 1879 in Dresden geboren. Sie besucht
acht Jahre die Volksschule, danach für ein Jahr ein "Fröbelseminar".
Sie wird Erzieherin in Kassel und arbeitet anschließend 10
Jahre in einer kaufmännischen Praxis. Im I. Dresdner Frauenbildungsverein
erhält Sie eine Lehrbefähigung und wird 1909 an der "Städtischen
Mädchengewerbe- und Handelschule" in Dresden Handelslehrerin.
In diesem Jahr beginnt Else Seifert, sich autodidaktisch mit der
Photographie zu beschäftigen und tritt der Dresdner Photographischen
Gesellschaft bei. An der Technischen Hochschule besucht sie zwei
Semester "Praktische Photographie" und ein Semester "Architektur".
Else Seifert stirbt hochbetagt am 23. Juni 1968. In den Wirren der
Auflösung ihres Nachlasses müssen viele Photographien,
aber auch andere Dinge abhanden gekommen sein. Es folgt ein langer
Rechtsstreit um das verbliebene Material.
Leider wurde versäumt,
ihr Werk zu pflegen und wissenschaftlich aufzuarbeiten.
Jürgen Frohse
(Den vollständigen Text lesen
Sie im Elbhang-Kurier April 2003)
Der Elbhang-Kurier
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